Referenzprojekt · Lippstadt

Fassadenreinigung in Lippstadt: 850 m² Wohnheimfassade ohne Gerüst.

Zehn Jahre nach dem Bau hatten Grünalgen die Nordseite des Studentenwohnheims in Lippstadt überzogen, an Fensterbänken und Leuchten saß Gelbflechte. Putz und Wärmedämmung darunter waren intakt. Deshalb hat sich der Eigentümer für eine professionelle Fassadenreinigung statt eines Neuanstrichs entschieden. Wir haben die rund 850 m² große WDVS-Fassade in drei Tagen gereinigt und versiegelt, vom Boden aus und bei voll belegtem Haus.

Studentenwohnheim, 23 ApartmentsAuftraggeber: HausverwaltungAusführung: 3 Arbeitstage
23
Apartments
850m²
Fassadenfläche (rund)
3Tage
Ausführungszeit
kein
Gerüst

Die Ausgangslage

Nach zehn Jahren: Grünalgen und Gelbflechte auf intaktem Putz.

Das Studentenwohnheim in Lippstadt ist ein dreigeschossiger, barrierefreier Neubau mit Aufzug und Dachterrasse, fertiggestellt 2015 und seit Januar 2016 bewohnt. Seit dem Bau war die Fassade weder gereinigt noch gestrichen worden. Die Wärmedämmung mit WDVS war in gutem Zustand: keine Risse, keine Hohlstellen. Was störte, saß ausschließlich auf der Oberfläche, und zwar in zwei sehr unterschiedlichen Formen.

Warum die Nordseite veralgt war

Am stärksten betroffen war die Nordseite. Sie bekommt kaum direkte Sonne, und die Begrünung nah am Gebäude hält die Luft zusätzlich feucht. Nach Regen und Tau trocknet die Fläche dort deutlich langsamer ab als auf den übrigen Seiten. Bei einem WDVS kommt hinzu, dass die äußere Putzschicht kaum Wärme aus dem Mauerwerk erhält und nachts entsprechend kühl wird. Für Grünalgen sind das ideale Bedingungen: Sie bilden einen flächigen, grünlichen Belag, der sich über Jahre verdichtet.

Grünalgen in breiten Laufspuren auf der Putzfassade des Studentenwohnheims in Lippstadt
Flächiger Grünalgenbelag mit Laufspuren unterhalb der Dachkante.

Gelbflechte an der Fassade: was sie ist und wo sie wächst

Weniger bekannt, aber an diesem Objekt deutlich sichtbar: die Gelbflechte, botanisch Xanthoria parietina, auch Wand-Gelbflechte oder Gelbe Wandschüsselflechte genannt. Sie saß vor allem an den Kanten der Fensterbänke, an den Außenleuchten und auf der Fassade im zweiten Obergeschoss.

Eine Flechte ist keine Alge, sondern eine Lebensgemeinschaft aus einem Pilz und einer Grünalge. Der Pilz bildet das Gerüst und verankert sich mit feinen Fäden im Untergrund, die Alge liefert durch Photosynthese die Nährstoffe. Die gelb-orange Farbe stammt von einem Farbstoff, mit dem sich die Flechte gegen UV-Strahlung schützt. Gelbflechte wächst langsam und gilt als stickstoffliebend: Sie siedelt gern dort, wo sich Staub und Nährstoffe sammeln.

Genau das passiert an Abtropfkanten. Regenwasser läuft über die Fensterbank, sammelt sich an der Kante und tropft dort ab. An Leuchten ist es ähnlich. Diese Stellen bleiben dauerhaft feucht, und mit dem Wasser lagern sich Schmutz und Nährstoffe ab. Wo Gelbflechte wächst, war die Oberfläche also über lange Zeit nass. Anders als ein Algenfilm haftet sie fest am Untergrund und lässt sich nicht einfach abwischen.

Gelbflechte (Xanthoria parietina) auf dem Fassadenputz und an der Kante einer Fensterbank
Gelbflechte auf dem Putz (links) und an der Abtropfkante einer Fensterbank (rechts).

Bewahren statt überstreichen

Reinigung oder Neuanstrich? Die Substanz entscheidet.

Nach zehn Jahren und mit sichtbarem Bewuchs lag der Gedanke an einen Neuanstrich nahe. Er stand bei der Verwaltung auch zur Diskussion. Im Austausch mit dem Eigentümer haben wir die Frage deshalb anders gestellt: Ist die Fassade sanierungsbedürftig, oder sieht sie nur so aus?

Die Antwort fiel eindeutig aus. Putz und Dämmung waren intakt, die Verschmutzung war rein organisch und rein optisch. Ein Neuanstrich hätte eine funktionierende Oberfläche mit einer zusätzlichen Schicht überdeckt, ohne ein bauliches Problem zu lösen. Der Eigentümer hat sich deshalb für eine Fassadenreinigung mit anschließender Versiegelung entschieden und den vorhandenen Putz bewahrt. Ein Anstrich ist damit nicht vom Tisch, er kommt dann, wenn er tatsächlich notwendig ist.

Den Ausschlag gaben für Eigentümer und Verwaltung vor allem diese Punkte:

  • Kein Gerüst: keine Auf- und Abbauzeiten, keine verstellten Zugänge.
  • Alles aus einer Hand: Reinigung, Versiegelung und Bewohnerinformation von einem Ansprechpartner.
  • Wenige Tage statt wochenlanger Baustelle: Die Maßnahme war nach drei Tagen abgeschlossen.
  • Einfache Koordination: Die Verwaltung musste keine Gewerke abstimmen.
  • Geringere Kosten: Ein Neuanstrich liegt erfahrungsgemäß bei 25 bis 35 € pro Quadratmeter. Bei rein optischer Verschmutzung ist eine Reinigung bis zu 70 % günstiger (Kosten im Überblick).

Zugangstechnik

Gerüstlos mit Teleskoplanze: drei Geschosse vom Boden aus.

Das Wohnheim in Lippstadt ist rund 8 Meter hoch. Mit der Teleskoplanze erreichen wir bis zu 10 Meter vom Boden aus, ein Hubsteiger war deshalb nicht nötig.

Gereinigt wurde im Softwash-Verfahren mit weniger als 40 bar. Den Bewuchs löst FP PURE, nicht der Wasserdruck. Für eine WDVS-Fassade ist das entscheidend, weil der Putz nicht mechanisch belastet wird. Algen und Gelbflechte waren nach der Reinigung vollständig entfernt. Anschließend haben wir die Fläche mit FP PROTECT versiegelt. Die farblose Versiegelung zieht in die Poren ein und bildet keinen Film, die Optik der Fassade bleibt unverändert.

Das Wohnheim blieb während der Arbeiten voll belegt. Die Wohnungen haben wir nicht betreten. Die Bewohner wurden vorab per Aushang gebeten, an der jeweils bearbeiteten Gebäudeseite die Fenster geschlossen zu halten. Da viele internationale Studierende im Haus wohnen, gab es die Aushänge auch auf Englisch.

Nach der Reinigung

Vorher und nachher: das Ergebnis in Bildern.

Die Nordseite ist wieder hell, die Kanten der Fensterbänke und die Leuchten sind frei von Flechten. Gerüst und Neuanstrich waren dafür nicht nötig. Der Putz aus dem Baujahr bleibt erhalten und ist jetzt versiegelt.

VorherDrohnenaufnahme des Studentenwohnheims in Lippstadt vor der Fassadenreinigung mit grau-grünem Belag auf der Fassade
NachherDrohnenaufnahme des Studentenwohnheims in Lippstadt nach der Fassadenreinigung mit heller, sauberer Putzfassade
Gleiche Gebäudeseite aus der Luft: vor der Reinigung (links) und danach (rechts).
VorherEingangsseite des Studentenwohnheims in Lippstadt vor der Fassadenreinigung mit grauem Belag auf der weißen Putzfassade
NachherEingangsseite des Studentenwohnheims in Lippstadt mit Laubengang nach der Fassadenreinigung
Die Eingangsseite mit Laubengang: vor der Reinigung (links) und danach (rechts).

Übertragbar auf Ihr Objekt?

Wann sich eine Reinigung statt Neuanstrich rechnet.

Für Wohnheime, Apartmenthäuser und andere vermietete Objekte mit vielen Parteien lohnt sich ein genauer Blick, wenn Folgendes zutrifft:

  • Das Gebäude ist rund zehn Jahre alt und wurde seitdem weder gereinigt noch gestrichen.
  • Auf der Nordseite liegt ein grüner Belag, an Fensterbänken, Leuchten oder anderen Abtropfkanten sitzen gelb-orange Flecken.
  • Der Putz zeigt keine Risse und keine Hohlstellen.
  • Das Gebäude hat bis zu drei Geschosse und lässt sich damit oft komplett vom Boden aus reinigen.
  • Eine wochenlange Baustelle würde den Mietbetrieb belasten.
  • Der Eigentümer fragt, ob ein Neuanstrich jetzt schon nötig ist.

Häufige Fragen

Häufige Fragen von Hausverwaltungen zur Fassadenreinigung.

Reicht nach zehn Jahren eine Fassadenreinigung, oder muss gestrichen werden?

Das hängt am Zustand der Substanz, nicht am Alter. Sind Putz und Dämmung intakt und die Verschmutzung rein optisch, genügt eine Reinigung mit anschließender Versiegelung. Wie lange das Ergebnis hält, hängt von Lage, Ausrichtung und Umgebung ab. Eine Prognose in Jahren geben wir deshalb nicht pauschal, sondern schätzen sie bei der Begehung für Ihr Objekt ein.

Wie lässt sich Gelbflechte von der Fassade entfernen?

Mit einem Wirkstoff statt mit Druck. Gelbflechte haftet zwar fester als ein Algenfilm, wird aber ebenfalls durch FP PURE gelöst, nicht durch hohen Druck. In Lippstadt war sie nach der Reinigung vollständig verschwunden, auch an Fensterbänken und Leuchten.

Wie überzeuge ich als Verwaltung den Eigentümer, dass der Neuanstrich warten kann?

Mit einer belastbaren Grundlage. Nach der Besichtigung erhalten Sie ein Angebot zum Festpreis, das Sie direkt neben ein Malerangebot legen können. Zusätzlich bieten wir eine kostenlose Probefläche an, damit der Eigentümer das Ergebnis an seinem eigenen Gebäude sieht.

Wie werden Mieter informiert, die kein Deutsch sprechen?

Über Aushänge vor Beginn der Arbeiten, bei Bedarf auch auf Englisch, wie in diesem Wohnheim. Die Bewohner müssen nur eines tun: an der jeweils bearbeiteten Seite die Fenster geschlossen halten. Die Wohnungen werden nicht betreten.

Was kostet eine Fassadenreinigung im Vergleich zum Neuanstrich?

Für einen Neuanstrich sollten Sie erfahrungsgemäß mit 25 bis 35 € pro Quadratmeter rechnen. Ist die Verschmutzung rein optisch, liegt die Reinigung bis zu 70 % darunter. Den genauen Preis nennen wir nach der Besichtigung als Festpreis.

Schadet die Fassadenreinigung einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS)?

Nein. Wir arbeiten im Softwash-Verfahren mit weniger als 40 bar. Die Reinigungswirkung kommt aus FP PURE, der Putz wird nicht mit Hochdruck belastet.

Wir beraten Sie gerne persönlich und vor Ort

05221 / 1411790