Referenzprojekt · Bielefeld-Heepen
700 m² Fassade in zwei Tagen – ohne Gerüst, ohne Neuanstrich.
15 Jahre nach der energetischen Sanierung war von der hellen WDVS-Fassade nicht mehr viel zu sehen: Algen und Pilzbewuchs hatten große Teile der Wetterseiten überzogen. Statt Gerüst und Neuanstrich haben wir gereinigt und versiegelt – bei laufendem Wohnbetrieb mit 32 Parteien.
Die Ausgangslage
15 Jahre nach der WDVS-Sanierung.
Der letzte Anstrich lag rund 15 Jahre zurück und war damals im Zuge der energetischen Sanierung mit Wärmedämmverbundsystem erfolgt. Bauphysikalisch war die Fassade in Ordnung. Das Problem war rein optisch und organisch: flächiger Algen- und Pilzbewuchs, vor allem auf den wenig besonnten Seiten.
Gebäudenahe Begrünung
Sträucher und Bäume direkt an der Fassade halten die Luftfeuchtigkeit hoch und verlängern die Zeit, in der die Oberfläche nach Regen oder Tau feucht bleibt. Genau diese Feuchtezeit entscheidet darüber, ob sich Algen ansiedeln.
Dauerhafte Kipplüftung
Wo gekippte Fenster warme, feuchte Raumluft an der Fassade entlangführen, entstehen lokale Feuchtenester – gut erkennbar an den dunkleren Schleiern über und neben den Fensterlaibungen.
Hinzu kommt der Systemeffekt: Beim WDVS reduziert die Dämmebene die Wärmespeicherung der Wand nach außen. Die Oberfläche kühlt nachts schneller aus, Tauwasser schlägt sich früher nieder und trocknet später ab. Gedämmte Fassaden sind deshalb grundsätzlich anfälliger für Algen als ungedämmtes Mauerwerk – kein Mangel, sondern eine Eigenschaft, der man mit der richtigen Pflege begegnet.


32 Parteien im laufenden Betrieb
Kommunikation ist die halbe Baustelle.
Technisch ist eine Fassade dieser Größe Routine. Der eigentliche Aufwand liegt woanders: Bewohner wollen wissen, wann jemand vor ihrem Fenster steht, ob sie die Fenster geschlossen halten müssen und wo sie in diesen zwei Tagen parken.
Diese Kommunikation haben wir für die Hausverwaltung vollständig übernommen:
- Aushänge im Treppenhaus, rechtzeitig vor Arbeitsbeginn, mit Terminfenster und Verhaltenshinweisen.
- Info-Flyer direkt in die Briefkästen, damit die Information auch die Parteien erreicht, die selten am Schwarzen Brett vorbeikommen.
- Eine Telefonnummer für Rückfragen, erreichbar vor und während der Maßnahme.
Für die Verwaltung heißt das: keine Rückfragenflut, kein zusätzlicher Abstimmungsaufwand, ein Ansprechpartner. Für die Bewohner heißt es: Sie wissen, was passiert. Beides zusammen sorgt dafür, dass so eine Maßnahme im laufenden Betrieb störungsarm bleibt.

Zugangstechnik
Hubsteiger statt Gerüst.
Die Zugänglichkeit rund um das Gebäude war gut – befestigte Flächen, ausreichend Abstand, keine kritischen Engstellen. Deshalb haben wir mit dem Hubsteiger gearbeitet.
Der Unterschied ist spürbar: Ein Gerüst muss auf- und abgebaut werden, steht tagelang am Haus, verstellt Zugänge und Stellplätze und schlägt separat zu Buche. Mit dem Hubsteiger arbeiten wir Fassadenabschnitt für Fassadenabschnitt ab und räumen das Feld am Ende des zweiten Tages vollständig.
Alternativ wäre hier auch die Reinigung mit der Teleskoplanze vom Boden aus möglich gewesen. Welche Variante wir wählen, entscheiden wir vor Ort: Es hängt an Gebäudehöhe, Umgebung, Untergrund und daran, wie genau wir an einzelne Bereiche herankommen müssen.

Nach der Reinigung
Das Ergebnis in Bildern.
Zwei Tage Einsatz, kein Gerüst, kein Neuanstrich – eine Fassade, die wieder aussieht wie gestrichen.

Übertragbar auf Ihr Objekt?
Wann sich eine Reinigung statt Neuanstrich rechnet.
Dieses Projekt steht stellvertretend für eine ganze Objektklasse. Wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen, lohnt sich ein Blick auf die Fassade:
- Der letzte Anstrich liegt zehn Jahre oder länger zurück.
- Die Fassade zeigt grüne oder graue Schleier, vor allem auf Nord- und Wetterseiten.
- Das Gebäude ist mit einem WDVS gedämmt.
- Es steht Begrünung nah am Haus oder das Objekt liegt schattig.
- Eine Eigentümerversammlung diskutiert über einen Neuanstrich – und Sie möchten wissen, ob es auch eine Nummer kleiner geht.
In sehr vielen Fällen ist die Substanz völlig intakt und nur die Optik hat gelitten. Dann ist eine Reinigung mit Langzeitschutz die deutlich wirtschaftlichere Antwort.
Häufige Fragen
Was Verwaltungen uns am häufigsten fragen.
Wie lange hält das Ergebnis?
Das hängt von Standort, Ausrichtung und Umgebung ab. Durch die Versiegelung mit FP PROTECT bleibt die Fläche deutlich länger sauber als nach einer reinen Reinigung. Bei der Vor-Ort-Begehung schätzen wir das für Ihr Objekt konkret ein.
Müssen die Bewohner ausziehen oder Urlaub nehmen?
Nein. Gearbeitet wird von außen, die Wohnungen werden nicht betreten. Wir bitten lediglich darum, während der Arbeiten an der jeweiligen Gebäudeseite die Fenster geschlossen zu halten – das kommunizieren wir vorab über Aushang und Flyer.
Wird die Fassade durch den Wasserdruck beschädigt?
Nein. Wir arbeiten im Softwash-Verfahren mit weniger als 40 bar. Die Reinigungsleistung kommt aus FP PURE, nicht aus der Druckstufe. Gerade bei WDVS ist das der entscheidende Unterschied zu unsachgemäßem Hochdruckeinsatz.
Verändert die Versiegelung die Farbe der Fassade?
Nein. FP PROTECT ist farblos und dringt in die Poren ein, statt einen Film aufzulegen. Das Erscheinungsbild bleibt unverändert.
Was kostet das im Vergleich zu einem Neuanstrich?
Ein Neuanstrich liegt erfahrungsgemäß bei 25 bis 35 € pro Quadratmeter. Bei rein optischer Verschmutzung erzielt die Reinigung das gleiche Ergebnis, mit bis zu 70 % geringerem Kostenaufwand. Ein belastbares Angebot machen wir nach der Besichtigung – zum Festpreis.
Ist immer ein Hubsteiger nötig?
Nein. Je nach Höhe und Zugänglichkeit arbeiten wir auch mit Teleskoplanzen bis 10 Meter vom Boden aus. Was passt, entscheiden wir bei der Begehung.
Wir beraten Sie gerne persönlich und vor Ort
05221 / 1411790